Hochhaus Marienplatz, Darmstadt

  • aufgabe:
  • Neubau eines Hochhauses auf dem Marienplatz in Darmstadt
  • auftraggeber:
  • Implenia Real Estate GmbH
  • verfahrensart:
  • Einladungswettbewerb 2022, 1. Preis
  • größe:
  • ca. 17.000 qm
  • status:
  • in planung
  • fachplaner:
  • bauart (Brandschutz) | transsolar (Energiekonzept) | GTL (Landschaftsplanung) | tragraum (statische Beratung) |
  • mitarbeit:
  • Rosanna Just-Calisir, Isabelle Pertack, Elvira Zorn
  • visualisierungen:
  • luxfeld digital art, Darmstadt |
  • An der Kreuzung von Heidelberger Straße und Hügelstraße gilt es, den Anschluss der zwischen Verlagsviertel und Stadtmitte spannenden Grünzugverbindung als Promenade entlang der Hügelstraße zu entwickeln, eine Vorplatzsituation für das Hochhaus zu formulieren und eine Anbindung der Platzfläche zwischen Hochhaus und Mäandergebäude zu schaffen.
    Dies wird in einer Gebäudefigur des Hochhauses gelöst, die in den ersten vier Geschossen zurückspringt und hierdurch eine repräsentative Adresse für die Wohn- und Büronutzungen des Gebäudes schafft.

    Das Gebäude stellt sich als Stapelung zweier Volumina dar – einer viergeschossigen Basis und einem darauf versetzt angeordneten Schaft von weiteren zwölf Geschossen zzgl. Staffelgeschoss.
    Die vier Geschosse der Basis nehmen aufgrund der geforderten lichten Geschosshöhen des EG und 1. OG die Trauflinie des Mäandergebäudekörpers auf. Auf diese Weise wird städtebaulich zum Mäandergebäude Bezug genommen – auch, indem eine aktiv genutzte Garten Terrasse auf dem Dach der Basis mit einer ähnlichen Nutzung auf den Dächern des Mäandergebäudes korrespondieren kann.
    Alle Obergeschosse des Hochhausgebäudes verfügen über ca. 1,70 m tiefe umlaufende Balkone mit Brüstungen als Füllstabgeländer. Die Umläufe wirken dem Brandüberschlag entgegen und ermöglichen somit die Ausbildung geschosshoher Fenstertüren. Die großzügigen Balkonfläche werden zu einer Erweiterung der Innenräume – ein Lebensraum im Freien entsteht und kann mithilfe verschieblicher Paravents an den Brüstungen und mithilfe der Klappläden an den großzügigen Öffnungen der Wohnbereiche individuell und temporär wechselnd zoniert und geschützt werden.
    Paravents und Klappläden sind als Metallkonstruktionen (Rahmen mit Füllungen aus profilierten und perforierten Blechen) vorgesehen.
    Die umlaufenden Balkone dienen auch der Begrünung des Gebäudes. Intensive Pflanzungen in festinstallierten Trögen sorgen für ein individuelles gartenartiges Ambiente, verschatten die Fassaden und unterstützen ein angenehmes Mikroklima.
    Infolge der unterschiedlich aufgeteilten Geschosse, der entsprechend verspringenden Anordnung der Schiebe- /Klappläden und der wechselnden Anordnung Pflanztrögen /ggfls. auch individueller Topfpflanzen), opaken (vorgehängte hinterlüftete Fassade mit profilierter und Metallbekleidung) und verglasten Außenwandabschnitten entsteht eine lebendige und vielfältige, in der Tiefe gestaffelte grüne Gebäudegestalt.
    Eine extensive Begrünung auf dem Dach, ausgeprägte Begrünungen auf den Terrassen des Sockelbaus und des obersten Geschosses, sowie eine Baumreihe entlang der Außenkanten der Penthouse-Terrassen ergänzen die Begrünung des Gebäudes.

    Das Gebäudekonzept verfolgt das Ziel, auf dem Weg sinnvoller und ressourcenschonender Minimierung von Konstruktion/Masse und Gebäudetechnik ein sowohl in Erstellung als auch im Betrieb nachhaltigen Gebäudes unter Einhaltung der Anforderungen des KfW40-Standards zu ermöglichen.