cosmos Fraport, Frankfurt am Main

  • aufgabe:
  • Informationszentrum und Aussichtsplattform für den Bau des Terminal T3 am Flughafen Frankfurt
  • auftraggeber:
  • Fraport AG
  • verfahrensart:
  • Planungsstudie, 2009
  • arbeitsgemeinschaft:
  • netzwerkarchitekten | echo))) kommunikation im raum |
  • größe:
  • 64.000 m3
  • fachplaner:
  • Dr. Kreutz und Partner (Tragwerk) | club L94 (Landschaftsplanung) |
  • visualisierungen:
  • netzwerkarchitekten | echo))) kommunikation im raum |
  • Eine weithin sichtbare schwebende und transparente Wolke in kubischer Form – so präsentiert sich das neue Informationszentrum der Fraport AG.

    Auf einem eingeschossigen Sockel, der alle thermisch umhüllten Funktionen aufnimmt, erwächst eine Stabwerkswolke als Raumfachwerk. Das auf einem Kubus basierende Raumfachwerk enthält in großen Teilen freigeschnittene Räume, die die Grundstruktur auflichten, Wege und Blickbeziehungen aufbauen und die Gesamtstruktur optisch auflösen. In der Bewegung um das Gebäude wird der Eindruck eines pulsierenden Luftraumes erzeugt, in dem in dem Körper in Luftströmungen schweben. Es bauen sich gezielte Bezüge und grafische Wirkungen auf.

    Der eingeschossige Sockelbau orientiert sich mit seinem Eingangsbereich nach Westen zum Flughafenareal. Der Ausstellungsbereich ist als Rundgang um einem zentralen Lichthof organisiert. Die Besucher können die Benutzung der Plattform exklusiv buchen als auch mit dem Ausstellungsbesuch kombinieren. Vom Lichthof aus betritt man die Treppenkaskade. Als erweiterter Ast der Ausstellung befinden sich drei unbeheizte Ausstellungsräume, die den Besucher auf dem Weg nach oben zur Plattform einen atmosphärischen Kurzeindruck der Fraport-Welt vermitteln. Durch die raumgreifende Treppenführung werden gezielte Bezüge zur Umgebung hergestellt.

    Die überdachte Besucherplattform ist als 360°- Rundgang verlängert.

    Die Tragstruktur des Schaustellenkubus gliedert sich klar in zwei Bereiche: Den eingeschossigen Sockel und die darüber liegende Stabwerkswolke als Raumfachwerk.

    Das Raumfachwerk nimmt die Lasten der darin angeordneten Erschließungen und Räume auf und leitet diese zunächst in die unter 45° zur Vertikalen angeordneten Hauptstreben ab. Die Anordnung der Hauptstreben in einem orthogonalen Raumraster, das unter 45° zur Vertikalen verdreht ist, gewährleistet dabei eine möglichst gleichmäßige Lastverteilung bezogen auf die Grundrissfläche.

    An den Stellen, in denen im orthogonalen Hauptraster durch freigeschnittene Räume oder Ränder Umlenkkräfte entstehen, werden im Raum zusätzliche horizontal liegende Stäbe angeordnet um den Lastabtrag in der gesamten Struktur über reine Normalkraftbelastungen in den Stäben sicherzustellen. Diese scheinbar zufällig angeordneten zusätzlichen Stäbe ergeben die gewünschten lokalen Verdichtungen der Tragstruktur.

    Die Optimierung und die Lastverteilungen in der Struktur werden durch die Anzahl und die lokale Anordnung der horizontalen Stäbe gesteuert.