Landesamt für Umweltschutz, Oppenheim

  • aufgabe:
  • Neubau des Landesamts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Wasserwirtschaft in Oppenheim
  • bauherr:
  • Land Rheinland-Pfalz
  • verfahrensart:
  • Realisierungswettbewerb 1999, Ankauf
  • größe:
  • 19.000 qm
  • fachplaner:
  • Transsolar (Energiekonzept)
  • fotos:
  • Jörg Hempel, Aachen
  • Durch Umfahrung und Transformation der Grundstückslinien entsteht eine eigenständige Gebäudeform, die sich als grüne Insel mit den Ämtern für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Wasserwirtschaft von der umliegenden heterogenen Bebauungsstruktur abhebt.

    Die Gebäudekubatur wird durch eingeschnittene Höfe strukturiert. Diese thematisieren unterschiedliche Vegetationsarten aus der Region. Der Weinanbau, die kultivierte Gartenlandschaft, das Landschaftsbiotop entlang des Rheins und die Blumenwiese mit Obstbäumen erzeugen über die Farbigkeit, Dichte und den Geruch ihrer Vegetation unterschiedliche Atmosphären im Haus.

    Mäandrierend angeordnet setzt sich jeweils eine Hofseite bis an die Außenfläche der Fassade fort.

    Die bandartig umlaufende Außenfassade gewährt hier immer wieder bildhafte Einblicke über die unterschiedlichen Landschaftsgärten in die Tiefe des Gebäudes. Es entsteht ein spannungsvoller Kontrast zu der Büro- und Arbeitswelt der Ämter. Teilweise sind Höfe mit einer luftgefüllten Membrankonstruktion überdacht. Raumhohe Schiebetüren ermöglichen ein flexibles Maß an Offenheit zu den Gärten und erzeugen eine Arbeitsatmosphäre im Landschaftsraum. Im Sommer und zu Lüftungszwecken lassen sich die Luftkissen nach oben aufstellen.

    Die Außenfassade legt sich als Band vor den Geschossdecken um das Gebäude. Abgestimmt auf die kleinste Einheit im Büroraster, enthält eine Funktionseinheit eine Festverglasung mit integriertem Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum, ein opakes Zuluft Element zur kontrollierten Lüftung und ein Öffnungsflügel zur individuellen Steuerung.