KITA am Ruthsenbach, Arheiligen

  • aufgabe:
  • Energetische Sanierung und Erweiterung einer Kindertagesstätte in Darmstadt-Arheilgen
  • bauherr:
  • Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • größe:
  • 970 qm
  • status:
  • in planung
  • fachplaner:
  • Dr. Kreutz und Partner (Bauphysik/ Tragwerk) | netzwerkarchitekten (Brandschutz) | CDM Smith (Schadstoffuntersuchung) | Thurm Sicherheitstechnik (Sigeko) | GS-Plan Ingenieurgemeinschaft mbH (TGA/ Elektro) |
  • mitarbeit:
  • Till Oel, Cornelius Cornford, Stefanie Rupp
  • Der Arheilger Kindergarten wurde vor mehr als 125 Jahren gegründet und bezog als Kindertagesstätte in den siebziger Jahren ein neues Gebäude auf dem damaligen Gelände der Freiwilligen Feuerwehr. Das dort errichtete Feuerwehrhaus mit seinem Spritzenturm wurde in die neue Gebäudestruktur des Kindergartens überführt und integriert. Der ehemalige Spritzenturm dient heute den Kindern als Spielhaus.
    Das Gebäude wurde in den Siebzigerjahren (1974) als Holzbau mit Stahlbetondecken (Mischkonstruktion) errichtet. Das ehemalige Feuerwehrhaus wurde in die damalige Neubaumaßnahme integriert. Das Holzskelett wurde mit massiven Mauerwerkswänden ausgefacht und ist in Teilen mit einer wärmegedämmten Fassade verkleidet. Einzelne Fassadenflächen sind mit einem Außenputz versehen. Eine horizontal gegliederte Holz-Glasfassade ergänzt die Außenhülle. Die Dachgeometrie formt sich aus einem Pult- und Satteldach. Die ehemaligen Wohnungen im Obergeschoss wurden für den Kinderhort und für Räumlichkeiten der Kindergartenleitung umgebaut.

    Die geplante Sanierung legt den Fokus auf die energetische und der damit verbundene technische Ertüchtigung des Gebäudes. Hierbei soll zukünftige die barrierefreie Nutzung des Gebäudes optimiert werden.
    Des Weiteren ist Ziel der inneren Umstrukturierung, das neue pädagogische Konzept realisieren zu können, welches u.a. eine Neuzuordnung der Raumfunktionen erforderlich macht und auch eine schuhfreie Kita beinhaltet. Hierfür ist eine kleine Erweiterung notwendig, um zentral die Garderoben für alle Kinder verorten zu können.
    Der kleine Anbau von ca. 45 m² liegt im Nord-Westen des Bestandsgebäudes in Richtung des eigenen Grundstücks und wird, wie der zu erweiternde Gebäudeteileingeschossig gehalten.
    Der neue Hauptzugang wird zum neu geplanten Anbau, dem sog. Stiefelgang verlegt, um die dortigen zentralen Garderoben zu erreichen. Dieser Eingang wird auch zum Haupteingang für den Hort und das Personal.
    Alle Fassadenbereiche, die durch die energetische Sanierung eine neue Dämmschicht erhalten, werden mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade aus Holz bekleidet. Der „Kindersockel“, ein aus zementgebundenen Platten gebildetes Sockelband um das Gebäude herum, soll die verschiedenen Baukörper zusammenfassen und den Kindern ermöglichen hier mit Kreide ihre Kita selbst zu bemalen und zu gestalten.