Hauptbahnhof, Rostock

  • aufgabe:
  • Um- und Neubau des Hauptbahnhofs Rostock
  • bauherr:
  • DB Station & Service AG und Rostocker Straßenbahn AG
  • größe:
  • 4.050 qm
  • fertigstellung:
  • 2003
  • fachplaner:
  • BPI-Consult GmbH (Ingenieurbauwerk)
  • fotos:
  • Jörg Hempel, Aachen
  • auszeichnungen:
  • Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2004, Anerkennung
  • Nach dem Abschluss der Modernisierung ist der Hauptbahnhof Rostock das neue Umsteigezentrum für den Personenverkehr. Hier fließen der Straßenbahn-, der Bus- sowie der Individualverkehr mit dem Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn zusammen. Durch die Baumaßnahmen ist das Umsteigen für die Reisenden erheblich leichter geworden.
    Im oberen Bereich des Hauptbahnhofs wurden zwei neue Zugangsgebäude errichtet: das Nordempfangsgebäude, als Übergang vom Fußgängertunnel zum bestehenden Vorempfangsgebäude, und das Mittelempfangsgebäude. Unter dem Bahnhof wurden zwei neue Ebenen gebaut. Auf der untersten Ebene befindet sich die neue Straßenbahnhaltestelle. Die Ebene darüber dient als Verteilerebene zu den neu hergestellten Deutsche Bahn-Gleisen, die auf Erdgeschossniveau liegen. Die Verteilerebene verbindet darüber hinaus das Stadtzentrum mit der Südstadt.
    Die Planung sah vor, ein Maximum an natürlichem Tageslicht in die unterirdischen Bereiche zu leiten. Die Bahnsteige wurden perforiert und mit einer begehbaren Verglasung ausgestattet.
    Unter dem Mittelempfangsgebäude wurde ein durchgängiger Luftraum geschaffen, der die räumliche Beziehung von der Straßenbahnhaltestelle über die Verteilerebene bis zum Bahnsteigniveau der Deutschen Bahn herstellt.
    Diese „Lichtfalle“ dient den Reisenden zur Orientierung. Das einfallende natürliche Tageslicht wirkt der sonst häufig bedrückenden Atmosphäre unterirdischer Verkehrsanlagen entgegen.
    Beim Innenausbau wurde eine Identität stiftende Materialität und Farbigkeit gewählt, da die Verteilerebene und die Straßenbahnhaltestelle sowohl in funktionaler als auch in räumlicher Hinsicht ein zusammenhängendes Gebilde darstellen. Auch die weit in den Stadtraum reichenden Rampenbauwerke der Straßenbahn wurden in das Gestaltungskonzept integriert.