Fuß- und Radwegebrücke, Darmstadt

  • aufgabe:
  • Fuß- und Radwegebrücke in Darmstadt
  • auftraggeber:
  • Stadt Darmstadt
  • verfahrensart:
  • Realisierungswettbewerb 2005, 1. Preis
  • größe:
  • 350 m Länge inkl. Rampen
  • status:
  • in planung
  • fachplaner:
  • Dr. Kreutz und Partner (Tragwerk) | club L 94 (Landschaftsplanung) |
  • visualisierungen:
  • netzwerkarchitekten
  • Die neue Brücke am bedeutendsten Zugang zur Stadt Darmstadt stellt die fuß- und radläufige Verbindung zwischen dem neuen Telekommunikationszentrum Rhein Main und dem Europaviertel her. Sie ist als markantes Zeichen konzipiert, welches die überregionale Bedeutung Darmstadts als Wissenschaftsstadt und kulturelles Zentrum über die Jahrhunderte hinweg bis heute durch die Art der Inszenierung mit Beleuchtungselementen, sowie der integrierten verfremdeten Ornamentik unterstreicht.

    Die Gestalt der Brücke entwickelt sich aus einer Trogkonstruktion, die auf V-förmigen Doppelstützen aufliegt. Sie schwingt elegant über die Rheinstrasse und schlängelt sich spielerisch mit ihren langen Rampen durch den Baumbestand.

    Um den behindertengerecht ausgebildeten Weg über die Rampen und die Brücke abzukürzen wird den Fußgängern jeweils ein Kurzschluss in Form eines Treppenlaufes angeboten.

    Die Außenseite des Trogquerschnittes besteht aus perforierten Blechtafeln, die ein Jugendstilmotiv interpretiert. Zwischen diesen und den konstruktiv geneigten Innenflächen des Troges sind Leuchtmittel angeordnet, die sowohl den Brückeninnenraum ausleuchten, als auch durch indirektes, eingefärbtes Licht die Perforation und Ornamentik nach Außen farbig inszenieren. Das scherenschnittartige Muster erinnert an Tätowierung, Schlangenhaut und dynamische rote Flammen und erzeugt die Assoziation eines Datenflusses, der als rotes Lichtband die beiden Stadtteile des Technologiezentrums verbindet.