Energiespeicher, Heidelberg

  • aufgabe:
  • Neubau eines Energiespeichers in Heidelberg
  • auftraggeber:
  • Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH
  • verfahrensart:
  • Wettbewerb 2016, geladen, 3. Preis
  • größe:
  • 900 qm
  • fachplaner:
  • Dr. Kreutz und Partner (Tragwerk)
  • mitarbeit:
  • Ana Junquera
  • visualisierungen:
  • netzwerkarchitekten
  • Die komplexe vernetzte Vielfalt an Infrastruktureinrichtungen gewährleistet das Funktionieren unserer Gesellschaft. Die unsichtbaren Energieflüsse und Versorgungsnetze, die einen wichtigen Teil dieser Infrastruktur darstellen, werden in Form eines vertikalen Erlebnisweges rund um den Energiespeicher materialisiert und sichtbar gemacht.
    Aus der Synthese einer funktionalen Fluchttreppe und eines vertikalen Lehrpfades wird eine erlebnisreiche Treppenkaskade, die zum gestaltprägenden Element wird und vom Platzniveau bis zur Aussichts- und Gastronomiefläche auf über 50m Höhe führt. Spielerisch und filigran umspinnt sie das große Volumen des Speichers und wird so zu einer begehbaren Landmarke, von der aus die umgebenden Landschaften und Stadtviertel und das eindrucksvolle Volumen des Speichers aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar werden.
    Im Eingangsbereich kann der Besucher wählen, ob er den Erlebnisweg um den Speicher herum wählt oder mit einem der Aufzüge direkt nach oben fährt. Der Weg wird durch Informationsstationen inhaltlich aufgeladen, so dass mithilfe von Schautafeln die Thematik des Zukunftsspeichers und der Energiewende erläutert werden kann. Er ist die Fortführung des landschaftlichen Lehrpfades am Fuße des Energiespeichers.
    Die Erschließung des Speichers wird auch während der Dunkelheit zu einem besonderen Erlebnis. Entlang der fußläufigen Wegeführung hinauf zum Dach, begleitet den Besucher ein gleichmäßiger Rhythmus aus zurückhaltenden Lichtlinien mit individuell ansteuerbarer LED-Farblichttechnik. Beim Belaufen des Treppenweges verändert sich durch die Position des Nutzers, gesteuert über Bewegungssensoren, die Lichtfarbe. Hierdurch entsteht durch die Bewegung der Besucher eine kinetische Lichtskulptur. Andere Lichtszenarien könnten z.B. die Temperaturdynamik im Inneren des Behälters dynamisch abbilden.
    Die Stahlkonstruktion für die Aussichts- und Gastronomieflächen gliedert sich in drei Hauptelemente: Die mit radialen Hauptträgern ausgebildete horizontale Ebene über dem Wärmespeicher, den als Diagonalfachwerk ausgebildeten Stützenkranz zur Aufständerung auf dem Schalenrand des Wärmespeichers und der von der Plattform abgehängte Erlebnisweg.