Bahnhofsplatz und ZOB, Dinslaken

  • aufgabe:
  • Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Dinslaken
  • auslober:
  • Stadt Dinslaken
  • verfahrensart:
  • städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb 2015, 2. Preis
  • planungsteam:
  • club L94 Landschaftsarchitekten GmbH mit Grontmij GmbH und
    netzwerkarchitekten mit Dr. Kreutz und Partner
  • größe:
  • 9.500 qm Platzfläche
  • visualisierungen:
  • club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln
  • Der Bahnhofsplatz in Dinslaken bildet den Anfangs- bzw. Endpunkt der Friedrich-Ebert-Straße, der Bismarckstraße und der Bahnstraße. Sie verbinden den Bahnhof als Eingangstor der Stadt mit dem Stadtpark, der Altstadt und der Neutorgalerie. Die Platzfigur des Bahnhofsplatzes öffnet sich räumlich zur Bismarckstraße und zur Friedrich-Ebert-Straße. Er hat dadurch derzeit im Verhältnis zur Stadtgröße eine unangemessene Raumfigur. Die Größe des Platzes hat allerdings einen Vorteil in Bezug auf die vielfältigen Nutzungsansprüche, insbesondere zum Thema Mobilität. Der Platz kann durch eine Neuordnung allen Nutzungsanforderungen gerecht werden. Die verschiedenen Verkehrsarten werden sortiert und eigenen Bereichen zugeordnet. Durch die Einordnung eines prägnanten, identitätsstiftenden ZOB-Daches auf der Westseite des Platzes wird der städtebauliche Bezug zur Friedrich-Ebert-Straße als zentrale Verbindungsachse in die Altstadt gestärkt. Durch die Aufnahme der Gebäudekante wird das technische Rathaus in den neuen Platzraum einbezogen und bekommt ebenfalls eine neue räumliche Bedeutung als städtebauliche Dominante des Platzrandes. Das neue ZOB-Dach bildet eine durchlässige Raumkante, sodass der Platz eine angemessene Proportion erhält und das Bahnhofsgebäude ins Zentrum rückt.
    Durch den Wegfall der Wendeschleife und der Anpassung der Haltestelle wird die Straßenbahn zu einem übersichtlichen, linearen Element auf dem Platz.

    Der denkmalgeschützte Pavillon ist nicht nur Teil des neuen ZOB, sondern wird zum formbestimmenden Element: Die gesamte Dachform ist in Analogie zur Form des Pavillons perforiert. Großzügige Einschnitte bilden grüne Inseln, die zum Verweilen und Warten einladen.

    Die Dachkonstruktion des Busbahnhofes ist als schlanke Stahlbetonschalenkonstruktion konzipiert. Die Dachform ist zweiachsig gekrümmt und verläuft im Schnitt parabelförmig vom hochliegenden Außenrand zum Tiefpunkt an den Innenbereichen.
    Das Tragwerk gewährleistet auf Grund seiner räumlichen Krümmung und der damit verbundenen Steifigkeit einen minimierten Materialeinsatz und damit das von Leichtigkeit geprägte Erscheinungsbild. Durch den Einsatz von Weißbeton entsteht eine helle, glatte und elegante Dachform, die sich zu den Außenrändern hin öffnet.